Autor:
Simon Dach (29. 7. 1605, Memel - 15. 4. 1659, Königsberg)

Werk:
Gedicht über den Tod seines Freundes Roberthin

Quelle:
Helmut Blazek: "Rosa Zeiten für rosa Liebe", Frankfurt/M. 1996



1659 wurde dieser deutsche Dichter an die königsberger Universität zum Professor der Poesie berufen. Als Mitglied des Dichterkreises "Musikalische Kürbishütte" verfaßte er zahlreiche lateinische und deutsche Gedichte. Unter den Poeten seiner Zeit fand Dach den zartesten und schlichtesten Ton. Er spricht in ihnen seine persönlichen Gefühle und lebendige Stimmungen aus.



O der mann nach meinem sinn,
Roberthin, mein trost ist hin,
Der, in dessen leben
Meines sich befand! mein rath,
Meine ruh und zuflucht hat
Gutte nacht gegeben.
...Stracks fällt sein gesicht mir ein,
Stehend pflag er so zu seyn,
So ist er gesessen.

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