internettrash.com
 
 

Best   of   Boris


 
 
 
 
 
Beim Weltwirtschaftsgipfel in Köln verlor Jelzin das Gleichgewicht, als er Gerhard Schröder umarmte. Hätte der Bundeskanzler nicht gegengehalten, wären beide zu Boden gegangen.

 
 
Zum Kosovo-Krieg nahm Jelzin wie folgt Stellung: "Daß Clinton kommt, nur ein kleines bißchen, eine Missile abschicken, werden wir umgehend beantworten... Wir wollen nicht... Was für eine Unverschämtheit, einen Krieg gegen einen souveränen Staat zu führen."
Vor Beginn des Kosovo-Krieges warnte Jelzin die USA vor der Bombardierung Serbiens und behauptete: "Das habe ich Clinton gerade am Telefon gesagt." Im Weißen Haus hatte man nichts von einem Anruf Jelzins bemerkt.

 
 
Als Bundeskanzler Schröder im Januar 1999 zu einem Staatsbesuch im Kreml eintraf, hieß ihn Jelzin mit den Worten willkommen: "Ich begrüße Sie auch im Namen des Präsidenten der russischen Föderation" - der er selbst ist.
Während des zwanzigminütigen Gesprächs mit Schröder verließ Jelzin viermal den Ehrensaal des Kreml, wobei er von zwei Helfern gestützt werden mußte.
Auf einer Pressekonferenz erwiderte er auf die Fragen der Reporter: "Warum quält ihr mich?", und blickte verzweifelt in die Runde.

 
 
Nach der Lektüre eines von Igor Iwanow verfaßten Strategiepapiers zum Kosovo-Konflikt rief Jelzin begeistert: "Dieser Mann muß Außenminister werden!" Iwanow war es bereits. Jelzin hatte ihn zwei Wochen vorher selbst ernannt.

 
 
Während eines Staatsbesuchs in Usbekistan im Oktober 1998 mußte der usbekische Präsident Islam Karimow seinen Gast mit einem Griff an den Ärmel daran hindern, die Ehrenformation abzuschreiten, bevor die usbekische Hymne erklungen war. Jelzin geriet daraufhin arg ins Stolpern.
Am nächsten Morgen wähnte er sich beim Aufwachen in Moskau und verlangte, in den Kreml gebracht zu werden. "Warum ist denn keiner fertig?", beschwerte er sich.
10  An den offiziellen Gesprächen mit der usbekischen Regierung nahm Jelzin nur zwanzig Minuten teil. Außerdem brauchte er mehr als eine halbe Minute, um seine Unterschrift unter ein Dokument zu setzen.
11  Beim Galadiner schaffte es Jelzin nicht, seine Tischrede vom Zettel abzulesen. Stattdessen flüchtete er sich in die Feststellung: "Ich bin zufrieden mit der Besichtigung der Projekte und Geschäfte." Er hatte gar nichts besichtigt.
12  Die auf zwanzig Minuten angesetzte Pressekonferenz brach er nach wenigen Minuten ab, jedoch nicht, bevor er die Frage eines Reporters mit, "Bububu" beantwortet hatte.
13  Wieder zurück in Moskau hielt Jelzin seinem Generalstab vor laufenden Kameras eine Standpauke. "Sie sind dem Präsidenten unterstellt", rief er, "allein ihm - nicht einmal dem Premierminister." Seine letzten Worte an die Militärs: "Bububu."

 
 
14  Reporter beobachteten im Sommer 1998 folgende Szene: Jelzin blickt suchend durch den Raum. "Boris Nikolajewitsch, suchen Sie jemanden?", fragte sein damaliger Pressesprecher Jastrschembski. Jelzins Antwort: "Wo ist denn dieser Jastrschembski?"

 
 
15  Als Helmut Kohl und der französische Präsident Jacques Chirac im März 1998 im Kreml zu Besuch waren, verwechselte Jelzin den Fototermin mit der Pressekonferenz. "Stellen Sie ihre Fragen", rief er den überraschten Fotografen zu, die gerade die drei Politiker ablichteten.
16  Während der Konsultationen mit Kohl und Chirac erging sich Jelzin in nebulösen Äußerungen wie "Vielleicht, vielleicht auch nicht" und "Wir werden sehen", wobei er heftig mit den Armen ruderte.
17  Zum Ende des Dreiergipfels schenkte er Kohl und Chirac silberne Trinkschälchen, war sich aber minutenlang unsicher, welches Schälchen er wem geben sollte. Zum Trost bekam Chirac dann einen Kuß auf die Wange.

 
 
18  "Ich habe mir den Virus in Moskau eingefangen", sagte Jelzin im Dezember 1997, um seine schlechte Gesundheit zu erklären. "Das beweist, ich habe engen Kontakt mit den Moskowitern."

 
 
19  Unvergessen ist Jelzins Staatsbesuch in Schweden im Dezember 1997. Gleich am ersten Tag hielt er eine furiose Pressekonferenz ab, auf der er bemerkte, daß sich alte Schweden ja noch an den Krieg zwischen Schweden und Rußland erinnern könnten obwohl seit Napoleons Zeiten Frieden zwischen beiden Ländern herrscht. Offensichtlich verwechselte Jelzin Schweden mit Finnland, das 1939 im "Winterkrieg" von der Sowjetunion angegriffen worden war.
20  Direkt danach überraschte Jelzin zum Schrecken seiner Mitarbeiter mit einer neuen Abrüstungsinitiative. "Jetzt erkläre ich zum ersten Mal, daß wir unsere Atomsprengköpfe nochmals um ein Drittel reduzieren werden." Vollständige atomare Abrüstung sei das Ziel, doch dazu müßten auch die anderen Atommächte beitragen, sagte Jelzin und zählte sie auf: "Frankreich, Deutschland, China und Japan." Der Dolmetscher übersetzte mit stoischer Miene: "Frankreich, Großbritannien, China."
21  Mit großem Eifer warb Jelzin für den Bau einer schwedisch-russischen Erdgaspipeline. "Das ist gut für die Menschen in eurem Land", erklärte er dem schwedischen Ministerpräsidenten Göran Persson. "Die haben die Kohle satt. Zu Recht kritisieren sie euch dafür." Persson grinste verlegen - Kohle wird in Schweden kaum noch verfeuert.
22  Als seine Argumente nicht fruchteten, stellte Jelzin den Schweden ein Ultimatum: "Bis morgen früh um acht" müsse das Rahmenabkommen über die gemeinsame Pipeline auf seinem Schreibtisch liegen.
23  Beim abendlichen Galadiner freute er sich darüber, daß "die schwierige Frage des Baues einer Gasleitung nun gelöst" sei. Davon konnte keine Rede sein.
24  Zum Empfang des schwedischen Königspaares traf Jelzin mit erheblicher Verspätung ein. Auch die Unterzeichnung der schwedisch-russischen Kooperationsverträge wurde um mehrere Stunden verschoben, weil Jelzin sich schlafen gelegt hatte.
25  Als er vor dem schwedischen Parlament sprechen sollte, spazierte er am Rednerpult vorbei in Richtung Ausgang. Die Parlamentspräsidentin eilte ihm nach und zog ihn am Arm in die richtige Richtung.
26  Auf der Abschlußpressekonferenz antwortete Jelzin auf Fragen, die ihm gar nicht gestellt worden waren und verabschiedete sich, während noch eine Antwort des schwedischen Ministerpräsidenten übersetzt wurde.

 
 
27  Im November 1997 kam Jelzin zu einem Staatsbesuch nach China. Aus Höflichkeit lud ihn sein Gastgeber Deng Xiaoping ein, doch etwas länger als geplant zu bleiben. Jelzin lehnte ab: "Meine Lebensmittelvorräte reichen nur noch zwei Tage."
28  Bei einem Spaziergang mit Deng rief Jelzin den Fotografen zu: "Warum fotografiert ihr uns? Fotografiert doch lieber den Mond!" Dabei zeigte er auf die untergehende Sonne.

 
 
29  Jelzin hat angeblich behauptet, hinter den Kremlmauern seinen eigenen Kartoffelacker zu bewirtschaften. Dort würde er jeden Herbst neun Säcke Saatgut aussäen - und jeden Frühling neun Säcke Kartoffeln ernten.

 
 
30  Beim NATO-Gipfel im Mai 1997, an dem Jelzin als Gast teilnahm, kündigte er die Demontage aller russischen Atomsprengköpfe an - und rief sogar noch "Sie haben mich auch richtig verstanden?!", als er die staunenden Gesichter der westlichen Staatschefs sah. Jelzins Pressesprecher berichtigte später seinen Präsidenten: Jelzin habe nicht den Abbau der Sprengköpfe gemeint, sondern die Änderung der Zielprogrammierung.

 
 
31  In schlechter Verfassung zeigte sich Jelzin zu Beginn seiner zweiten Amtszeit. Bei der Zeremonie zur Amtseinführung las er den nur 33 Worte langen Amtseid mit schleppender Stimme vom Teleprompter ab und verließ unmittelbar danach den Festsaal. Die Feier wurde abgebrochen.

 
 
32  Zum Wahlkampfmaterial bei Jelzins zweiter Präsidentschaftskandidatur im Juni 1996 gehörte eine Broschüre, In der er sich selbst interviewte. Eine der Fragen lautete: "Stimmt es, daß ich Alkohol mißbrauche?" Seine Antwort: "Wenn ich ja sage, dann ist das nicht wahr. Sage ich einfach nein, ist das auch wenig überzeugend. Außerdem glaubt mir das sowieso niemand und man wird mir sogar noch vorwerfen: Was bist du für ein russischer Bauer, wenn du nicht trinken kannst? So sage ich: Ich kann trinken, aber ich mißbrauche Alkohol nicht."

 
 
33  Auf dem Weg zum GUS-Gipfel in Alma Ata muß es im Flugzeug zu einem heftigen Trinkgelage gekommen sein. Jelzin ließ sich von zwei Leibwächtern stützen, als er das Flugzeug verließ, und lallte in die Mikrofone der wartenden Reporter.
34  Als er am Konferenzzentrum eintraf, mußten ihn seine Leibwächter aus der Limousine heben. Dazu bemerkte der russische Pressedienst: "Hilfestellungen dieser Art gehören zur Landessitte."

 
 
35  Ein Leibwächter aus Jelzins Entourage soll sich stets mit einem Spezialkoffer in seiner Nähe aufhalten. Inhalt: Nicht die Codes der Atomraketen, sondern ein paar Flaschen Whisky, Gin, Cognac und Wodka, außerdem Gläser und salzige Häppchen.

 
 
36  Als Elisabeth II. im Oktober 1994 in Moskau war, nestelte Jelzin bei einem Fototermin am Jäckchen des königlichen Kostüms herum. "Nein, Boris, sie hat keinen Flachmann bei sich", schrieb die englische Zeitung Daily Mirror.

 
 
37  Bei einem Staatsbesuch in den USA verstieß Jelzin gegen die Etikette des Weißen Hauses, indem er bei einem Galadiner plötzlich aufsprang und mit seiner Tischnachbarin zu tanzen begann - lange bevor die Tanzfläche offiziell eröffnet worden war.
38  Auf dem Rückweg von Washington nach Moskau ließ Jelzin ein Treffen mit dem irischen Premier Albert Reynolds platzen. Zuerst kreiste sein Flugzeug eine Stunde lang über dem Flughafen Shannon. Als es endlich gelandet, die Ehrenformation der irischen Armee aufmarschiert und der rote Teppich ausgerollt war, erschien jedoch nicht Jelzin in der Tür, sondern der stellvertretende Ministerpräsident Oleg Soskowets - der Präsident könne das Flugzeug leider nicht verlassen, da er "unpäßlich" sei. Darauf hob die Maschine wieder ab.
39  Zurück in Moskau, sagte Jelzin: "Ich habe verschlafen und das ist die Wahrheit. Meine Sicherheitsbeamten sollten mich in Shannon wecken, aber das haben sie nicht getan. Ich werde sie dafür treten." Sein damaliger Leibwächter und späterer Stabschef Alexander Korschakow behauptete später, Jelzin sei volltrunken im Flugzeug zusammengebrochen. Korschakow war es nach Zeitungsberichten auch, der Jelzin und den damaligen Verteidigungsminister Pawel Gratschow rettete, als beide nach einem ausgiebigen Gelage in der Sauna das Bewußtsein verloren hatten.

 
 
40  Im August 1994 kam Jelzin zur Verabschiedung der russischen Streitkräfte nach Berlin. Nach einem Champagner-Lunch bei Bundespräsident Roman Herzog war er plötzlich bester Laune, so zum Beispiel, als er am Roten Rathaus eintraf, um sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen: Jelzin stürmte zum Berliner Polizeiorchester hinüber, das zu seinen Ehren aufspielte, riß dem Dirigenten den Stab aus der Hand und gab selbst den Rhythmus vor. Als er das Rathaus wieder verließ, sang ein Kinderchor das russische Volkslied Kalinka. Jelzin griff sich ein Mikrofon und sang mit.

 
 
41  Bei einem Abendessen mit dem kirgisischen Präsidenten Askar Akajew ergriff der angetrunkene Jelzin zu später Stunde zwei Holzlöffel und trommelte auf der Glatze seines Gastes herum.

 
 
42  Im Sommer 1994 unternahm Jelzin mit seiner Entourage eine Schiffspartie auf dem Jenissej. Vor den Augen der bereits angeheiterten Gesellschaft ließ er seinen damaligen Pressesprecher Wjatscheslaw Kostikow über Bord werfen.

 
 
43  "Ich hatte nie Probleme mit dem Herzen", teilte Jelzin im Januar 1992 dem japanischen Außenminister mit. "Jeden Morgen dusche ich kalt und bin in bester Form." Der Japaner war pikiert: Das Treffen mit Jelzin war unter Hinweis auf dessen Herzprobleme kurzfristig verschoben worden.

 
 
44  In der Präsidialverwaltung ist ein Spezialstab damit beschäftigt, Jelzins wöchentliches Horoskop zu erstellen - an dessen Maßgaben er sich in den meisten Fällen halten soll. Beispiel: Beim Abflug zu einem Japan-Besuch weigerte er sich angeblich, die vorgesehene Aeroflot-Maschine zu besteigen, da die Sterne ein Attentat des KGB vorausgesagt hätten.
45  Jelzin wird enger Kontakt zur Moskauer Wahrsagerin "Dschuna" nachgesagt. Sie soll ihn nach einem Bericht des Stern mit dem Titel "Doktor der Philosophie" und dem "Orden der Alten Assyrer" ausgezeichnet haben. Er verlieh ihr daraufhin eine Medaille für ihre "Verdienste um Rußland".

 
 
46  Im September 1989 tauchte Jelzin mit völlig durchnäßter Kleidung im Postenhäuschen einer Politikersiedlung nahe Moskau auf und erzählte den Milizionären eine Schauergeschichte: Zwei Männer hätten ihn in ein Auto gezerrt, einen Sack über seinen Kopf gestülpt und ihn schließlich von einer Brücke in die Moskwa geworfen. Das war offensichtlich gelogen: Die Posten machten Jelzin darauf aufmerksam, daß er den Sturz wohl kaum unverletzt überstanden hätte, da die Brücke 15 Meter hoch, der Fluß an dieser Stelle jedoch nur 1,5 Meter tief sei. Darauf bat Jelzin, keine Meldung von dem Vorfall zu machen.
47  Vor dem Obersten Sowjet rechtfertigte er sich später damit, nur "einen Scherz" gemacht zu haben. Außerdem hätten ihn die Milizionäre "falsch verstanden". Der Vorfall ist bis heute ungeklärt. Man vermutet, da Jelzin entweder betrunken in den Fluß gefallen ist oder bei einem Seitensprung ertappt und von dem gehörnten Ehemann ins Wasser geworfen wurde.

 
 
48  Bei seinem ersten USA-Besuch im September 1989 wurden in den Privatgemächern von Jelzin im Verlauf von fünf Tagen und Nächten zwei Flaschen Wodka, vier Flaschen Whisky und zahlreiche Cocktails konsumiert. Bei einem Vortrag vor akademischem Publikum machte er einen angetrunkenen Eindruck.
49  Seine eigentlich für einen AIDS-Fonds bestimmten Vortragshonorare verwendete Jelzin in den USA für Privateinkäufe: Er kleidete sich neu ein und erwarb zwei Videorecorder sowie eine große Anzahl Videofilme.
50  Einen Prawda-Artikel mit detaillierten Informationen über seine USA-Reise bezeichnete Jelzin als "vollständig erlogen". Das sei die Rache dafür, daß er in den USA "mit Bewunderung" empfangen worden sei.

 
 
 

____________________________________

ZURÜCK ZUR HAUPTSEITE

Blinds | Connecticut Bank Foreclosures | Dining Out in NJ | Discount Window Shades | Play Blackjack